Liebe Leserin, lieber Leser,

 

wie auch im Buch wird es hier etwas persönlicher. Darf ich ihnen deshalb das "du" anbieten?

 

 

 

 

KWiF - Die kleine wilde Frau-Methode

 

Begleitend zum Buch gibt es für dich ab Oktober 2019 auf dieser Seite monatlich kostenlos:

Kunterbunte Übungen, wilde Kurzgeschichten und wunderschöne KWiF-Motive rund um ein Thema.

 

Für zwischendurch gibt es auf Instagram und Facebook kleine Bilder und mehr...

 

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November

 

Thema: Freude

 

Die kleine wilde Frau - Kurzgeschichten

 

 

Niemand weiß um unsere Ängste, unsere Lieben,
unsere Traurigkeit, unser Lachen.
Niemand?
"Hallo", "haaaallooooo?"
"Wer bist denn du?", fragt sie.
"Ich bin deine kleine wilde Frau."
"Wer?"
"Deine kleine wilde Frau. Ich bin ein Teil von dir."
"Ach so. Na dann sag mir doch mal...."

 

 

Eine kleine wilde Frau - Kurzgeschichte

Zahnschmerzen

Die Wurzel allen Übels.

 

 

Sie kommt zur Arbeit. Fröhlich grüßt sie ihre Kolleginnen und Kollegen und wird ebenso zurückgegrüßt.

„Morgen“, „Hey du!“, „Morgääähn“,  „Hallihallo“;..

 

Auf der Treppe kommt ihr ein Kollege entgegen: „Guten Morgen!“ trällert sie. „Morgen.“ Murrt er und geht weiter.

„Was ist denn mit dem los?“ fragt sie sich. „Komisch.“. Der Kollege arbeitet in einer anderen Abteilung. Sie verstehen sich freundschaftlich gut und normalerweise halten sie ein kleines Schwätzchen, wenn sie sich begegnen. Aber heute...“Hmmm.“, überlegt sie , habe ich etwas falsch gemacht, dass er heute so unfreundlich zu mir ist? Aber das kann doch gar nicht sein. Ich habe ihn die letzten Tag ja gar nicht gesehen. Aber irgendwas muss ich ja getan haben, so wie der sich mir gegenüber verhält.“

Es geht ihr nicht mehr aus dem Kopf. Sie fühlt sich mies.

„Es liegt nicht an dir“. Die kleine wilde Frau ist wieder da. „Ja, aber warum ist er dann so komisch gewesen als ich ihn getroffen habe?“ fragt sie „Jetzt denk doch mal nach! Du hast ihn vor ein paar Tagen das letzte Mal gesehen und da habt ihr euch nett unterhalten.“ „Ja schon, aber vielleicht habe ich etwas gesagt, das ihn verletzt hat.“ „Ach Quatsch! Der hätte dann schon was zu dir gesagt.“ „Aber..“ „Nichts aber,..“ unterbricht sie die kleine wilde Frau. „Da kannst du gleich die Schuld der ganzen Welt auf deine Schultern laden. Schau morgen bei ihm im Büro vorbei und wenn er immer noch mürrisch ist, dann kannst du ihn darauf ansprechen. Jetzt zerbrech dir nicht den Kopf darüber. Wahrscheinlich erledigt sich die Sache sowieso von alleine.“

 

Beim Mittagessen sitzt sie an einem Tisch mit Kolleginnnen aus der Abteilung des heute mürrischen Kollegen. „Der Arme, der tut mir echt leid.“ Sagt die eine. „Ja, bestätigt die andere. Das ist echt übel, wenn man so Angst vorm Zahnarzt hat. Er hat gesagt, er konnte vergangene Nacht kein Auge zu kriegen. Und als er vorher losging war er schon ganz grün.“

 

 

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